Gedanken über die offenen Fenster
oder
Moderne Kommunikation - und die Angst vor dem Versäumten?

 

 

Ich denke gerade an Menschen, die in der Arbeitswelt , aber auch in ihrer Freizeit mit mehr als einem Bildschirm arbeiten. Sie springen von einem zum anderen, wechseln den Arbeitsbereich, die Programme, das Thema. Sie springen hin und her. Sie gewöhnen sich an diese verschiedenen Ebenen. Im Beruf erlernen müssen, da gefordert, sonst wäre effektives Arbeiten nicht möglich. Arbeiten, das in möglichst kurzer Zeit Ergebnisse für verschiedene Aufgabenstellungen bringt.

EIN Mensch für verschiedene Problemlösungen zur gleichen Zeit. Geldersparnis - Rationalisierung , ein Unwort unserer Zeit und Gesellschaft.


Und es müssen nicht einmal mehrere Bildschirme als Hardware sein, sondern es genügt schon mehr als ein Chatfenster.


 

Mit mehr als einem Menschen, zwar ein wenig zeitverzögert, reden ist die moderne Kommunikation. Es genügt nicht mehr eine Person , mit der ich mich unterhalte, es dürfen mehr sein. Die Technik erlaubt mir das. Und ich frage mich , ob sich das auf die Persönlichkeit eines Menschen auswirkt. Nie wirklich verweilen können, immer mehrere „Dinge“ gleichzeitig tun zu müssen.


Ist es die Angst etwas zu versäumen?
Ist es die Angst nicht genug Zeit für anderes zu haben, wenn ich mich nur einem Menschen widme?


Und es erinnert mich an das Gespräch eines Zenmeisters mit seinem Schüler.

Ein Zen-Schüler fragt seinen Meister: „Was unterscheidet den Zen-Meister von einem Zen-Schüler?“

Der Zen-Meister antwortet:

„Wenn ich gehe, dann gehe ich.

Wenn ich esse, dann esse ich.

Wenn ich schlafe, dann schlafe ich.“

„Wieso? Das mache ich doch auch.“

Der Zen-Meister antwortet:

„Wenn du gehst, denkst du ans Essen und wenn du isst, dann denkst du ans Schlafen.

Wenn du schlafen sollst, denkst du an alles Mögliche.

Das ist der Unterschied.“   

 

In meiner Sprache:
Wenn ich schreibe, dann schreibe ich.
Wenn ich fotografiere, dann fotografiere ich.
Wenn ich .... dann
Wenn ich ...  dann....

 

Wäre das nicht etwas, das wir wieder mehr üben könnten in unserer schnellen Zeit, in der  möglichst viel zur gleichen Zeit geschehen soll?                           

 

Sierning, 21.03.2015 

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Kommentare: 1
  • #1

    Wolfgang Wallner-F. (Dienstag, 10 März 2015 12:32)

    DIE MUSIK IN UNS - IN MIR hat mir sehr gefallen. Das heißt nicht, dass mir sonst nichts gefiel, im ersten Augenschein sogar sehr viel. Liebe Grüße Wolfgang